Nach dem Schweizer WordPress-Magazin und dem WordPress-Magazin hat jetzt noch ein drittes Blog-Magazin zum selben Thema eröffnet, die wordpress-szene.de. Wenn ihr mich fragt, glaube ich nicht, dass das eine große Zukunft hat. WordPress-Magazine sind nicht gerade eine Marktlücke. Und ein echtes Magazin ist wie eine Print-Zeitschrift, beinharte Arbeit, die einer allein überhaupt nicht schaffen und auf Dauer durchhalten kann.

Die drei sollten sich zusammentun und so eine Art deutschen Blog Herald aufmachen. Das könnte dann durchaus was werden. Wer möchte, kann aber jetzt schon mal am Gewinnspiel teilnehmen. Es werden u.a. drei wpSEO-Lizenzen verlost. Das lohnt sich.

So kanns gehen

7. Januar 2009

Brian Gardner Twitter: When you least expect it, you get contacted about Revolution powering one VERY popular person's website. IN SHOCK.

Brian Gardner auf Twitter

Brian Gardner auf Twitter am 3. Januar 2009. Nach DER Ankündigung kann es sich bei der »VERY popular person« eigentlich nur um Barack Obama oder Bart Simpson handeln. Auf jeden Fall werdet ihr es hier erfahren, sobald es offiziell ist.

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Habt ihr euch schon für die neuen Features von WordPress 2.8 gestimmt? WordPress hat eine Umfrage gestartet, bei der man seine Feature-Wünsche für das neue Release äußern soll. Es werden dort ca. 35 Punkte genannt, für die man voten kann voten muss (alle Felder sind Muss-Felder).

Mein Votum wurde vom System zurückgewiesen, weil ich nicht bei allen Punkten ein Kreuzchen gemacht hatte. Wer konstruiert denn so einen blödsinnigen Poll? Deutlicher kann man ja kaum sagen, dass die Meinung der User eigentlich egal ist, weil die neuen features sowieso schon feststehen.

Außerdem sind viele der Punkte so allgemein formuliert, dass man nicht einmal weiß (oder viellleicht auch nicht wissen soll), was damit gemeint ist. Klar bin auch ich dafür, die Spezialfelder und die post revisions »zu verbessern«. Wer wäre das nicht? Aber was konkret bedeutet denn das?

Drei Features, die ich mir für WordPress 2.8 wünsche

  1. Nach Kategorien freigebbare Schreibrechte.
    Damit könnte man auf einer größeren Site z.B. einen Veranstaltungskalender von Benutzern füllen lassen, die aber keine Veröffentlichungsrechte im Nachrichtenbereich haben und z.B. auch keine neuen Seiten anlegen können sollen.
  2. Eine Möglichkeit, Widgets per drag’n’drop zwischen den Sidebars zu verschieben.
    Ich finde es ziemlich lästig, dass man ein Widget erst aus einer Sidebar löschen und es dann in der anderen wieder neu anlegen muss. Das ist nicht nur umständlich, oft gehen dabei auch die Einstellungen des Widgets verloren.
  3. Syntax-Highlighting im Theme-Editor.
    Ich gehöre zu den Leuten, die Änderungen am Quelltext des Themes oder an der CSS-Datei im online-Editor vornehmen. Das Rauf- und Runterladen der Dateien per FTP ist mir zu umständlich. Ein einfaches Syntax-Highlighting würde mir dabei das Zurechtfinden in den Sourcen wesentlich erleichtern.

Was sind eure wichtigsten Feature-Wünsche für WordPress 2.8? Habt ihr welche oder seid ihr zufrieden mit der Version 2.7?

Gaza-Krieg goes Web 2.0

5. Januar 2009

twitter-israelNicht nur bei der letzten amerikanischen Präsidentschaftswahl, auch im Krieg zwischen Israel und der Hamas zeigt sich wieder, wie wichtig das Web 2.0 im Kampf um die öffentliche Meinung geworden ist.

Das israelische Verteidigungsministerium hat einen eigenen YouTube-Channel eingerichtet, wo Videos von Angriffen der Israelis auf die Hamas zu sehen sind. Nachdem einige YouTube-User (lt. Fox News Hamas-Anhänger) die Videos als ›unpassend‹ geflaggt hatten, hatte Youtube den Channel kurzzeitig vom Netz genommen. Zwar sind die Videos inzwischen wieder abrufbar, trotzdem plant die israelische Armee laut Fox News ein eigenes Propaganda-Blog, um ihre Videos ungehindert veröffentlichen zu können.

Neben Youtube spielt auch Twitter eine wichtige Rolle. Der Twitter-Feed des israelischen Konsulats in New York hat 3700 Follower.

Mehrere Journalisten liefern über ihre Blogs Informationen direkt aus dem Gazastreifen, wie z.Bsp. Sameh Habeeb und die Kanadierin Eva Bartlett, die sich beide in Gaza aufhalten. Auf wordpress.com wird etwa alle fünf Minuten ein neuer Blogeintrag mit dem Keyword „Gaza“ veröffentlicht und auf Twitter finden sich tausende Diskussionsbeiträge mit dem Schlüsselwort „Gaza“.

Die Accountdaten-Phisher haben es nun auch auf die Twitterer abgesehen. Twitter warnt in seinem Blog vor Phishern, die gefakte Direkt-Messaging-Benachrichtigungen per e-Mail versenden. Klickt man dort auf den Link, gelangt man auf eine fremde Website (Domain: twitter.access-logins.com), wo man seine Twitter-Zugangsdaten eingeben soll.

Offenbar haben das schon viele getan, denn in einer zweiten Welle werden jetzt Phishing-Attacken von den gekaperten Accounts aus gestartet. Twitter hat wohl inzwischen reagiert und die Passwörter der kompromittierten Accounts resettet.

Robert Basic weist zu Recht darauf hin, dass es intelligenter wäre, eine Twitter-Application zu schreiben, um an Accountdaten ranzukommen. (wie mit Twply geschehen)