Fünf Punkte, an denen man ein Nischenblog erkennt

8. Dezember 2008 · 1 comment

»Mit Nischenblogs kann man noch Geld verdienen«, liest man immer wieder in den einschlägigen Ratgebern. Alle anderen Bereiche sind viel zu überlaufen. Bei Mainstream-Themen ist die Konkurrenz zu groß. Zeitverschwendung, sich da reinhängen zu wollen. Der Zug ist abgefahren, der Kuchen ist verteilt. Um noch eine Chance zu haben, soll man sich eine Nische suchen, die bisher noch keiner entdeckt hat, und sich dort sein Blog-Revier markieren. Hier ist dann auch noch Geld zu verdienen mit der Bloggerei, heißt es.

Doch woran erkennt man eine solche Blog-Nische? Welche Blog-Themen sind aussichtsreiche Nischenthemen? OK, auf die letzte Frage gibt es keine Patentantwort. Aber woran man eine Nische erkennt, wenn man eine vor sich hat, dafür gibt es objektive Kriterien, die hier mal aufgezählt werden sollen.

Fünf Punkte, an denen man ein Nischenblog erkennt:

1. Google Adsense: Du findest keine hochwertigen Werbepartner. Zwar hat Google dich in das Adsense-Programm aufgenommen, aber die eingeblendeten Anzeigen sind die ewig gleichen, schon auf tausend Webseiten gesehenen Standardanzeigen für zwei Cent pro Klick. Ein Blick in den Adsense-Verwaltungsbereich hilft dir weiter. Ein eCPM unter zwei US-Dollar ist ein untrügliches Zeichen für einen Nischenblog.

2. Trigami: Du bist schon seit Monaten bei Trigami angemeldet und hast noch immer keinen Paid-Blogging-Job bekommen, obwohl du dich schon mehrfach beworben hast. Daran, dass dein Blog hässlich aussieht, kann’s nicht liegen. Schließlich hast du ja 70 Dollar für ein Adsense-optimiertes Premium Theme angelegt. Und für deine lockere Schreibe bist du in der Schule schon oft gelobt worden. Such nicht länger nach dem Fehler. Nimm einfach zur Kenntnis: Du hast ein erfolgreiches Nischenblog. aber es gibt keine Nischenwerber.

3. Banner-Vermittler: Du meldest dich bei einem der TKP-Banner-Vermittler wie Adshopping oder Adscale an. Dort musst du deinen Blog in eine der ca. 20 Blog-Kategorien »Elektronik & Computer«, »Finanzen & Versicherung«, »Reise und Freizeit« usw.) einordnen. Dort suchen die Werbetreibenden nach für ihre Kampagnen thematisch passenden Blogs. Wenn keine Kategorie für dich zutrifft, hast du ein Nischenblog.

4. Google Trends Du gehst zu Google Trends und gibst dein Blog-Thema als Keyword ein. Statt eines schönen Graphen, der dir zeigt, wie oft dein Suchwort über die letzten Jahre nachgefragt wurde, erscheint dort nur der magere Satz »Your terms – – do not have enough search volume to show graphs.«. Dich erschreckt das nicht, denn du weißt, jetzt hast di ein Nischenthema gefunden.

5. Alexa: Wenn dir das jetzt noch nicht reicht, gehst du noch zu Alexa, der Web Information Company. Zugegeben, deren Auswertungen sind ihr Geld nicht wert, aber du hast es ja wissen wollen. Dass dein Blog dort einen Traffic Rank über einer Million hat, hast du nicht anders erwartet. Interessanter ist Alexas umschreibung für »Nischenblog«. Sie versteckt sich im Diagramm der Traffic Details und lautet »Not in top 100,000«

Wem das noch nicht genug ist, der werfe noch einen Blick auf die Incoming Links im WordPress Dashboard (als ob man das nicht ohnehin halbstündlich täte). Wenn dort viele Verlinkungen aus anderen Blogs eingehen, bist du nicht der einzige in deinem Themenbereich. Also hast du keine echte Nische.

Zugegeben, die Auflistung ist nicht ganz ernst gemeint. Aber sie gibt schon einen gewissen Anhalt. Mit echten Nischenthemen, oder Nischen in einer Nische, ist nicht wirklich Geld zu verdienen. Entweder findet man keinen Werbepartner, der hochwertigen Content und ein vorselektiertes Publikum zu schätzen weiß, oder wenn man einen findet, ist die Konkurrenz der Werber untereinander zu gering als dass wirklich respektable TKP- oder CPC-Preise zustandekämen. Wenn die Anzahl der Cents gleich der Anzahl der Klicks ist, ist einfach kein Blumentopf zu gewinnen und man sollte sich ein anderes Thema suchen. Für die zwei Dollar im Monat geht man besser Kellnern.

{ 1 comment }

1 Sina K. 19. März 2010 um 09:43 Uhr

Leider hast du in Bezug auf Nischenblogs Recht 😉

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