Wer widerspricht, ist nicht Teil der Gruppe

29. Oktober 2010

Wer widerspricht, ist nicht Teil der Gruppe.

»Auf dieser Basis konnte das gedeihen, was ungefähr seit 2005 die Wikipedia beherrschte: Ein inner circle, der sich meist selbst als Kreis von „verdienten Benutzern“ bezeichnete. Der inner circle hatte in jahrelanger Zusammenarbeit und nicht zuletzt mittels unmittelbarer Kommunikation über den Wikipedia-Chat und auf Stammtischen eine relativ hohe Homogenität und mithin einen Konsens innerhalb der eigenen Gruppe erreicht. Es galt nun, diesen gegen die anstürmende Außenwelt, vor allem gegen die neuen Benutzer, zu verteidigen.«

und

»Noch gravierender war die Tatsache, dass sich der inner circle, indem er dieses ominöse Wort für sich reklamierte, nicht als eine Gruppe unter vielen verstand, sondern als rechtmäßige Vertreterin der reinen Wikipedia-Lehre. Alles, worauf ein Neuling glaubte hoffen zu können – dass er an dem, was allgemein „Konsens“ genannt wurde, mitbasteln dürfe, oder dass er vielleicht eine Mehrheit von Benutzern hinter sich versammeln könne oder schon versammelt habe, war in Wahrheit nichtig angesichts der Tatsache, dass er durch die pure Reklamation des Konsens durch den inneren Kreis bereits aus der „eigentlichen“ Wikipedia ausgeschlossen war«

Eine sehr treffende – und erstaunlich klarsichtige – Analyse im Blog iberty – asinliberty.

Und nochwas: Es geht nicht darum, nix zu zahlen. Aber darum, mit den Texten arbeiten zu können. Verdammter Mist!

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