Der dritte Platz

10. Juli 2010 · 2 comments

Wir waren fast Bundespräsident und wir waren fast Weltmeister. In beiden Fällen mussten wir uns mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Im Falle der Bundespräsidentschaft hätte Angela Merkel auf den fahrenden Zug aufspringen und die vom Volk gewollte Präsidentschaft #mygaucks unterstützen sollen. Und wäre Christian Wulff einen Zacken weniger überzeugt von sich selbst gewesen, hätte er zugunsten Gaucks auf seiner Kandidatur verzichtet. Damit hätte er sich den gleichen Respekt verdient wie Margot Käßmann mit ihrem Rücktritt. Er ist ja jung genug und hätte in fünf Jahren nochmal antreten können, dann vielleicht sogar mit breiter Unterstützung. So aber haben Merkel und Wulf ihr Image und das Demokratiebewusstsein der Leute nachhaltig beschädigt und der Politikerverdrossenheit neuen Aufschub gegeben. Und wer weiß, in Angies Fall kostet es sie vielleicht die nächste Wahl.

Bei den Fußballern sieht das anders aus. Jogi Löw und seine Boygroup haben die Herzen der Deutschen und die Sympathie der ganzen Welt gewonnen. Ihre Zukunft haben sie noch vor sich. Dieses Mal war Spanien noch eine Nummer zu groß. Aber noch zwei Jahre Training und Spielerfahrung mit dieser Mannschaft und ihrem Trainer und wir werden die deutsche Nationalelf 2012 als Europameister sehen. Und 2014 in Brasilien im Finale.

Und nicht vergessen: wir sind immer noch Papst, wir sind immer noch Mutter Teresa und wir sind immer noch Lena.

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