Plugin oder Codeschnipsel?

11. Januar 2009 · 1 comment

Das WordPress-Magazin zeigt ein einem interessanten Artikel, wie man Werbebanner nur für Besucher von Suchmaschinen anzeigen lassen kann. Dazu werden ein paar Zeilen PHP-Code per Hand in die Theme-Dateien eingefügt. Für den gleichen Zweck gibt es auch mehr oder weniger ausgefeilte Plugins, die darüber hinaus noch einige Funktionen mehr bieten. Im Kommentarbereich scheiden sich die Geister an der Frage, ob man sowas besser per Plugin realisiert oder eben die genannten PHP-Zeilen direkt ins Theme einfügt.

Mal abgesehen davon, dass das herumhantieren mit PHP-Quelltexten nicht jedermanns Sache ist, halte ich das für eine grundsätzliche Frage. Sollte man zusätzliche Funktionalitäten direkt in sein Theme einbauen oder auf Plugins setzen?

Bis vor einigen Wochen hätte ich mir dazu keine besonderen Gedanken gemacht und mal die eine, mal die andere Variante genommen. Ganz nach Tagesstimmung. Seit ich aber das Thesis-Theme kenne und seine konsequente Trennung zwischen Grundfunktionalität, Layout und Extrafunktionen schätzen gelernt habe, sehe ich das anders.

Ein gutes Theme wird von seinem Entwickler gepflegt und weiterentwickelt. Das Gleiche gilt auch für ein gutes Plugin. Wird eins von beiden aktualisiert, spielt man das Update ein und ist fertig. Wenn man Theme und Plugin miteinander vermischt, indem man Codezeilen vom einen in das andere kopiert, ist für das Gemenge keiner mehr zuständig. Entweder macht man dann keine Updates mehr, was nicht besonders klug ist, oder man muss nach jedem Update oder Upgrade die Änderungen wieder per Hand nachpflegen – falls man sich noch an alle erinnern kann. Das Gleiche gilt natürlich bei einem Theme-Wechsel. Die manuellen Änderungen sind dann futsch, die Plugins können weiterbenutzt werden.

Ich empfehle daher, nur noch gut durchdachte und supportete Themes und ausgereifte Plugins einzusetzen. Auf längere Sicht zahlt die Qualität sich aus, selbst wenn die Software mal etwas kostet.

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