Das Iconset im Admin-Menü von WordPress 2.7 austauschen – eine Anleitung

12. Dezember 2008 · 2 comments

Dieser Artikel zeigt, wie man die Standardicons im Administrationsmenü des neuen WordPress 2.7 gegen den mitgelieferten alternativen Satz von Verena Segert austauscht.

Wie jeder, der das neue WordPress 2.7 installiert hat, schon gesehen hat, ist das Menü von oben nach links gewandert und mit Icons aufgehübscht worden. Die Icons wurden von der WordPress-Community in einer internationalen Abstimmung aus mehreren Entwürfen ausgewählt. Bei den Entwürfen war auch ein von Verena Segert entworfener Iconsatz, der den WordPressianern so gut gefallen hat, dass er als alternatives Iconset in das offizielle Download-Paket aufgenommen wurde.

1. kleines Icon schwarzweiß, 2: kleines Icon farbig, 3: großes Icon schwarzweiß

Drei verschiedene Icons: 1. kleines Icon schwarzweiß, 2: kleines Icon farbig, 3: großes Icon schwarzweiß

Nur, wo findet man die und wie setzt man sie ein? Diese Frage hatte ich gestern schon mal gestellt und dank Trackback innerhalb von wenigen Minuten eine Antwort erhalten. Ich hatte nicht erwartet, dass das zweite Iconset fest mit dem zweiten (blauen) Farbschema verdrahtet ist, dass im Benutzerprofil ausgewählt werden kann. Da muss ja auch erst mal jemand drauf kommen. Für alle, die sich damit nicht zufrieden geben wollen, gebe ich hier eine Anleitung, wie man Verenas Iconset auch in das graue Default-Farbschema einbauen kann.

An Werkzeug braucht man dazu nur zwei Dinge: Ein Grafikbearbeitungsprogramm (z.B. Photoshop, Paint Shop, Corel Draw, Gimp o.ä.) und ein FTP-Programm, mit dem man ja auch schon die WordPress-Core-Dateien auf den Server hochgeladen hat.

Zunächst sucht man im entpackten Download-Paket von WordPress (ob Englisch oder Deutsch spielt dabei keine Rolle) das Verzeichnis /wp-admin/images. darin gibt es vier PNG-Dateien, die die Icons enthalten: zwei für das graue Theme und zwei für das blaue, je eins für die kleinen und eins für die großen Icons. Die Dateien heißen icons32.png (groß) und menu.png (klein) für das graue Theme bzw. icons32-vs.png (groß) und menu-vs.png (klein). Wofür das vs steht, kann man sich sicher leicht denken 😉 . Die farbigen Icons erscheinen vor den aktiven, d.h. ausgewählten Menüpunkten, die schwarzweißen bzw. blauen vor den inaktiven (siehe Grafik ganz oben). Die großen Icons erscheinen im Arbeitsbereich ganz oben vor der Überschrift. Sie sind immer einfarbig.

Die kleinen Icons der Datei menu-vs.png, oben die farbige Variante für den aktiven Status, unten die blauen für den inaktiven Status.

Die kleinen Icons der Datei menu-vs.png, oben die farbige Variante für den aktiven Status, unten die blauen für den inaktiven Status.

Man braucht jetzt nur die VS-Dateien umzubenennen, also icons32-vs.png zu icons32.png und menu-vs.png in menu.png, und wäre schon fertig, wenn die VS-Dateien nicht blau statt schwarzweiß wären. Man muss also die untere Hälfte der PNG-Datei noch mit dem Grafikprogramm in Graustufen umwandeln. Wie das genau geht ist je nach bevorzugtem Progrsamm verschieden, wer aber ein wenig Übung mit Grafikprogrammen hat, wird es leicht hinkriegen. Wer das nicht kann oder sich die Mühe nicht machen will, der kann sich auch einfach die folgende Grafikdatei abspeichern.

Die Datei mit den in Graustufen umgewandelten ›inaktiven« Icons (untere Reihe)

Die Datei mit den in Graustufen umgewandelten ›inaktiven« Icons (untere Reihe)

Die Datei mit den umgefärbten Icons wird in menu.png umbenannt und per FTP in das Verzeichnis /wp-admin/images auf den Server geladen. Vorsicht: Die Originaldatei wird dabei überschrieben. Wer die noch braucht, sollte sie vorher, z.B. durch Umbenennen in bspw. menu.png.bak sichern. Mit der Datei icons32-vs.png verfährt man genauso. Man hat es allerdings etwas einfacher, weil man einfach die ganze Datei in Graustufen umwandeln kann. Die großen Icons sind alle monochrom und kennen keinen farbigen aktiven Status.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

Vorher – Nachher: links die Default-Icons, rechts die entfärbten von Verena Segert

Vorher – Nachher: links die Default-Icons, rechts die entfärbten von Verena Segert

Der Haken an der Methode ist, dass die ausgetauschten Dateien bei jedem WordPress-Update per FTP-Upload wieder überschrieben werden. Man sollte also eine lokale Kopie behalten, die man danach wieder auf den Server schieben kann. Wie das aussieht, wenn man die neue Core-Update Funktion aus dem Admin-Menü heraus aufruft, weiß ich nicht. Ich vermute aber, dass dabei nur die PHP-Dateien ausgetauscht werden, in denen Änderungen vorgenommen worden sind.

Viel Spaß mit den neuen Icons und vergesst nicht, im Kommentarbereich von euren Erfahrungen mit der Anleitung zu berichten. 😉 Übrigens: Die wahren Ninjas können sich so natürlich auch eine Kombination aus beiden Iconsets zusammenpuzzeln oder ihre ganz eigenen Icons entwerfen und verwenden.

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Wordpress 2.7 Icons austauschen II– das PlugIn Tangofy
14. Dezember 2008 um 14:20 Uhr
New Zealand Blog » Finally, - It's all about New Zealand.
18. Dezember 2008 um 22:30 Uhr

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